Klingbeil bei der Truppe in Afghanistan - Abgeordneter traf in Masar-i-Sharif auch Munsteraner und Rotenburger Soldaten
16. Dezember 20110 Kommentare
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat am vergangenen Wochenende die in Afghanistan stationierten Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr besucht, um sich vor Ort ein Bild von der Sicherheitslage in Afghanistan zu machen. Klingbeil überbrachte zudem die Grüße seiner Heimatstadt an die Munsteraner Soldaten.
„Es war mir wichtig, vor Ort mit den Soldaten zu sprechen und auch einen Eindruck von der Einsatzrealität zu gewinnen. Natürlich vermittelt so ein Truppenbesuch immer nur einen sehr kurzen Ausschnitt, aber ich habe dennoch viele Informationen für meine Arbeit im Verteidigungsausschuss mitgenommen. Gerade für Verbesserungen der Situation der Soldaten im Einsatz“, so Klingbeil, der aktuell in einer interfraktionellen Gruppe im Verteidigungsausschuss Vorschläge für bessere Kommunikationsmöglichkeiten der Soldaten im Einsatz mit ihren Familien erarbeitet.
Der 33-Jährige traf in Kabul und Mazar-i-Sharif unter anderem mit Brigadegeneral Carsten Jacobson, dem Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 Brigadegeneral Bernd Schütt, dem Kommandeur des in Rotenburg beheimateten Fernmelderegiments 1 Peter Hillermann und Oberstleutnant Walter Schulte zusammen und beriet mit ihnen die sicherheitspolitische Lage in Afghanistan. Zudem traf Klingbeil zahlreiche Munsteraner Soldaten, die zur Zeit im Einsatz sind. Die zunächst geplante Weiterreise nach Kundus war wetterbedingt nicht möglich. „Wir haben in vielen Bereichen Fortschritte. Der Trend einer sich von Jahr zu Jahr verschlechternden Sicherheitslage ist hoffentlich durchbrochen. Aber es besteht weiterhin eine permanente Bedrohungssituation und Anschlagsgefahr, die die Arbeit unserer Soldaten deutlich erschwert und gefährdet. Die Abzugsperspektive ist jetzt da, aber es ist noch eine lange Wegstrecke vor uns wenn es darum geht Afghanistan in geordneten Verhältnissen zu verlassen“, machte Klingbeil deutlich. Bis dahin gehe es darum die Soldaten gerade im Hinblick auf das Material mit dem auszustatten, was für den Einsatz notwendig ist. „Das fängt bei Nachtsichtgeräten an und endet bei der Unterstützung durch Hubschrauber, die insbesondere in Notsituationen dringend gebraucht werden “, zeigte Klingbeil auf.
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