Klingbeil - Bahn wird Alternativen zur Y-Trasse prüfen
01. Februar 2012
1 Kommentar
Zu den aktuellen Medienberichten über die Zukunft der Y-Trasse erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil: Die Bahn hat fest zugesagt jetzt Alternativen zur Y-Trasse offen und umfassend zu prüfen. Das ist der richtige Schritt und ein Erfolg derer, die sich vor Ort und in Initiativen beharrlich und mit guten Argumenten gegen die Y-Trasse stark gemacht haben.
Mögliche Alternativen sind bisher vom Prestige-Projekt Y-Trasse blockiert worden. Auch der Ausbau der Amerikalinie muss nun wieder in den Fokus rücken.
Bahnchef Grube hat zudem angekündigt, dass die möglichen Kosten der Y-Trasse von Seiten der Bahn jetzt den Realitäten des Planungstands angepasst werden. Ich gehe fest davon aus, dass bei dieser realistischen Kostenprognose deutlich wird, dass die Y-Trasse zu teuer und im Vergleich zu den Alternativen auch nicht effizient genug ist.
Ich erwarte von der Bahn, dass sie in der weiteren Planung transparent vorgeht. Infrastrukturprojekte können heute nur noch mit einer offenen Informationspolitik und frühzeitiger Einbindung der Betroffenen realisiert werden. Das muss auch eine Lehre sein aus den bisherigen Debatten um die Y-Trasse.
Artikel "Umstrittene Bahnverbindung - Neue Verwirrung um Planungen für Y-Trasse" auf radiobremen.de vom 31. Januar 2012
Mobilität
1 Kommentar zu Klingbeil - Bahn wird Alternativen zur Y-Trasse prüfen
Jürgen Gebhard
1
am 10. Februar 2012 um 23:50 Uhr
Die Zerstörung der Natur für eine neue Bahnlinie ist ein Skandal. Die betroffenen Gebiete im Bereich von Walsrode sind sehr wertvoll, die Ängste von Anliegern vor Belastung durch Lärm usw. sind verständlich. Beim Ausbau von bestehenden Trassen sind solche Probleme minimal. Minuten-Zeitgewinn ist dem gegenüber lächerlich. Eine Bahnstation für Walsrode in der Diskussion erscheint mir allenfalls als "Hundeknochen" zu bewerten.
Zu Griechenland: es sollte öffentlich gemacht werden mit welcher Auswirkung die deutsche Außenwirtschaft zu rechnen hat, wenn Griechenland ohne ausreichende Hilfen zu einem Schuldenschnitt quasi gezwungen wird. Die geforderten Sparaktionen sind auf jeden Fall nicht die Lösung der Probleme, die ja nun auch kurzfristig zu erfolgen hat. Soziale Unruhen dort können Europa nicht unberührt lassen. Ich denke an den künftigen Handel der ja auch von künftigen Währungsparitäten €-Länder/übrige Welt bestimmt wird, was den Export empfindlich treffen könnte = Arbeitsplätze in Gefahr. Welchen Wert im Falle eines Austritts aus dem €-Verbund eine neue griechische Drachme nach außen haben würrde stünde ja auch noch in den Sternen. Also helfen und Einfluss nehmen; - gilt natürlich nicht nur für Griechenland. MfG Jürgen Gebhard
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