StartRealschule Verden beispielhaft für Einsatz von Neuen Medien in der Schule

Realschule Verden beispielhaft für Einsatz von Neuen Medien in der Schule

100901 rs verden
01. September 2010 2 Kommentare

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Kingbeil in Begleitung von Bürgermeister Lutz Brockmann (SPD), der SPD-Kreisvorsitzenden Gwendolin Jungblut und SPD-Ortsvereins-Chef Gerd Dyck die Realschule Verden.

In seiner Funktion als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien und Sprecher seiner Fraktion für Neue Medien, weckte die Realschule Verden das Interesse von Lars Klingbeil. Die Schule mit über 600 Schülern und Schülerinnen ist ein Vorreiter im schulischen Gebrauch von neuen Medien, Internet und Computer. Seit der Sanierung der Schule im Jahre 2003 gibt es in jedem Raum einen Internetzugang so wie die erforderliche Stromversorgung für Computer. Durch die Förderung von Schulleiter Christian Piechot ist es heute in zwei Computerräumen möglich, je 32 Schülern den Umgang mit dem Medium sachgerecht bei zubringen. Dabei gibt es in den Klassen 5 bis 8 IT-Unterricht der es den Schülern ermöglichen soll ihre Schulaufgaben und Lernprozesse durch das Medium Internet zu unterstützen. Dabei spielt der richtige Umgang mit dem Medium eine wesentliche Rolle. Was es heißt seine Daten unkontrolliert zu veröffentlichen, wenn es um eine Bewerbung geht und wie man den Daten anderer verantwortlich um geht, wird im Unterricht erklärt.

Damit die Lehrer das Internet und die zwei Smartboards als Medium im Unterricht verwenden können, müssen die Hemmschwellen möglichst niedrig gehalten werden. „Eine einfache Bedienung der Geräte, die sich möglichst selbst erklärt, ist notwendig, denn die Technik soll den Unterricht erleichtern und nicht den Lehrer überfordern“, so Schulleiter Christian Piechot. Unter der Lehrerschaft gab es hinsichtlich der neuen Entwicklungen kaum Widerstand. Dank einem Administrator, der leicht zu erreichen ist bei technischen Problemen, ist der Umgang mit dem Medium Computer fast reibungslos möglich.

„Das Internet ist ideal, um zu recherchieren, zu lernen und sich sogar über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen. Ich kann es nur unterstützen wenn Lehrerinnen und Lehrer den Mut haben neue Medien aktiv in den Unterricht zu integrieren. In dieser Hinsicht ist die Realschule Verden wirklich beispielgegend“, so Lars Klingbeil.
 



 

2 Kommentare zu Realschule Verden beispielhaft für Einsatz von Neuen Medien in der Schule


Lars Klingbeil

1

am 03. September 2010 um 14:01 Uhr

Hallo Jens,

vielen Dank für deine Anmerkung!

Ich gebe Dir absolut recht, dass Medienkompetenz allzu häufig auf Grund von Gefahren diskutiert wird. Auch ich bin aber davon überzeugt, dass das Internet alle Voraussetzung für eine Bildungsrevolution bietet und diese Potenziale in Deutschland noch längst nicht ausreichend genutzt werden. So ging es bei dem Besuch der Schule in Verden natürlich vor allem um die Möglichkeiten des Recherchierens und des interkulturellen Austauschs über das Netz. Klar ist aber auch: Zwei Whiteboards allein reichen nicht, um Medienkompetenz bestmöglich zu vermitteln. Dazu gehört auch ein pädagogisches Konzept. Vielerorts fehlen solche Konzepte. In Verden klappt dies jedoch ausgezeichnet, davon konnte ich mich bei meinem Besuch überzeugen.

Viele Grüße

Lars


Jens Best

2

am 02. September 2010 um 12:38 Uhr

" Was es heißt seine Daten unkontrolliert zu veröffentlichen, wenn es um eine Bewerbung geht und wie man den Daten anderer verantwortlich um geht, wird im Unterricht erklärt."

DAS nennt man "negative Medienkompetenz"
DAS ist sicher auch nicht unwichtig. Aber es hat nichts mit einem die Bildung unterstützenden Einsatz von "Neuen Medien" im Unterricht zu tun.

Wie setzt der Geschichtsunterricht das Web ein?
Wie können historische Fakten online auf ihre Richtigkeit geprüft werden?
Gibt es einen gemeinsam geführten Klassen-Blog z.B. zum 30jährigen Krieg?
Wie werden in naturwissenschaftlichen Fächern internet-gestützte Lerninhalte in den Unterricht eingebunden?
Gibt es ein Wiki, in dem die Lehrer stoff- und klassenbezogen gute Websites sammeln und austauschen können?
usw. usf.

Solange ein Politiker freundlich nickt, wenn eine Schule sagt "Saufbilder dürft ihr nicht hochladen, cybermobbing ist voll assi und seid ganz ganz ganz doll vorsichtig, wenn ihr was über euch in dieses internet schreibt" - solange DAS der Tenor ist, der auch aus dem obigen Artikel strömt, solange sind wir von angewandter media literacy in Deutschland meilenweit entfernt.

Sorry, Lars, da müssen wir nochmal dringend reden.


 

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