Am Montag führte die „Tour der Ideen“ den SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil nach Rotenburg (Wümme). Hier besuchte er am Nachmittag das Kaufhaus Karo, Simbav e.V. und die Cohn-Scheune.
Im Kaufhaus Karo informierte er sich über die aktuellen Entwicklungen. Das Karo beschäftigt immer für ein Jahr Langzeitarbeitslose, die es nicht leicht haben wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zu kommen und hilft ihnen wieder Mut zu fassen, gibt ihnen die Möglichkeit sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Hierfür stehen 25 Plätze zur Verfügung.
Die Karo-Vertreter informierten Klingbeil über die aktuelle Situation und erste Erfolge des Projektes: Mittlerweile sei die erste Maßnehme abgeschlossen und die zweite in vollem Gange. Seit dem 1. Juli gibt es im Rahmen dieses Projektes das MiKaro. Dies ist ein Geschäft für Bekleidung, welches auf der gleichen Grundlage aufgebaut ist. Momentan sind hier 4 Kräfte beschäftigt. Es werden Spenden und Kommissionswaren angenommen. Bei der Kommissionsware bekommen die Kunden 40% des Verkaufspreises. Auch gibt es eine Karo-Karte, mit welcher man 35% Ermäßigung erhält. „Ich war nun zum wiederholten Male bei Karo und kann nur immer wieder sagen, dass dies ein Paradebeispiel für kreative und erfolgreiche Qualifizierung ist“, machte Klingbeil beim Termin deutlich.
Im Anschluss besuchte Lars Klingbeil Simbav e.V. Bei dem ehrenamtlich geführten Verein hat sich seit seinem letzten Besuch vor etwa einem Jahr viel getan. Die neuen Räumlichkeiten in der Kirchstraße wurden eröffnet und das Angebot für Familien erweitert. Mittlerweile zählt der Verein ca. 100 Mitglieder.
Am 15. September veranstaltet Simbav e.V. im Rahmen des europäischen Aktionstags zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung einen Aktionstag zu dem alle Eltern und Kinder herzlich eingeladen sind. „Simbav leistet in Rotenburg eine beinahe unersetzliche Arbeit. Simbav ist Treffpunkt, Simbav bietet gerade jungen Eltern eine Stütze im Alltag und schafft vielen Müttern und Vätern ein soziales Umfeld. Es ist imponierend zu sehen wie sich dieser Verein entwickelt hat. Ich begrüße es ausdrücklich, dass Simbav inzwischen von Stadt und Landkreis unterstützt wird.
Klingbeil besuchte am Nachmittag zudem die sich im Bau befindliche Cohn-Scheune. Sie wird am 19. September offiziell eröffnet. Der hierfür 2006 gegründete Verein erhält beispielsweise Unterstützung durch das Jüdische Museum in Berlin. Klingbeil, der schon die Grundsteinlegung des Baus besucht hatte und das Projekt in den vergangenen Monaten aufmerksam begleitet hatte, nutzte die Gelegenheit den Initiatoren und vor allem Hedda Braunsburger für ihre wertvolle Arbeit zu danken.