Deichverband in Hodenhagen plant Schöpfwerk an der Meiße – Antrag bisher erfolglos

Im Jahr 2010 wurden die Deiche der Aller in Hodenhagen saniert und erhöht. Ziel dieser Erhöhung war, dass die Deiche einem möglichen neuen Jahrhunderthochwasser Stand halten. Die Rückstaudeiche an der Meiße wurden jedoch nicht erhöht. Um sich einen Eindruck des Hochwasserschutzes vor Ort zu machen und um die Planungen zu unterstützen, besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil den Deichverband in Hodenhagen.

Bei Hochwasser in der Aller könne das Wasser der Meiße nicht in die Aller abfließen und staut sich zusammen mit dem Allerwasser in der Meiße auf, erklärte der Deichverbandsvorsitzende Dr. Christoph Wasserfuhr auf dem Deich mit Blick auf das Gewässer. „Die Meiße tritt im östlichen Bereich von Hodenhagen über die Ufer oder drückt das Grundwasser hoch und es kann zu Überflutungen kommen“, berichtet Wasserfuhr die Folgeschäden des Hochwassers. Wasserfuhr berichtete, dass die Erhöhung der Deiche sowie die Festlegung der geschützten Gebiete wiederholt beantragt wurde – bisher allerdings erfolglos. Klingbeil unterstützt das Vorhaben nun auch andere Möglichkeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes zu prüfen.

Die angedachte Lösung des Deichverbandes sei ein Schöpfwerk, dass die Verbindung zwischen Aller und Meiße regulieren kann. Dieses Schöpfwerk soll einerseits dafür sorgen, dass das Wasser der Aller bei hohem Wasserstand nicht in die Meiße drückt und andererseits das sich anstauende Wasser der Meiße abpumpen. Vor ein paar Jahren wurde diese Anlage beantragt, der Antrag wurde aus technischen Gründen jedoch abgelehnt. „Ich werde bei der zuständigen Behörde nach den Gründen für die Ablehnung fragen. Die umliegenden Anwohnerinnen und Anwohner aber auch der Serengeti-Park müssen vor Hochwasser geschützt werden. Es gibt eine neue Hochwasserberechnung der Meiße seitdem der Antrag abgelehnt wurde. Ich möchte gerne wissen, ob das Schöpfwerk eine Möglichkeit für mehr Hochwasserschutz in Hodenhagen sein kann“, so Lars Klingbeil der sich nun an das Niedersächsische Umweltministerium wenden will.

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