Parlamentarier für vier Tage

Carl Schmaucks aus Abbendorf war einer von mehr als 300 Jugendlichen aus ganz Deutschland, die in diesem Jahr am Planspiel „Jugend und Parlament“ teilgenommen haben. Vier Tage lang haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 20 Jahre im Deutschen Bundestag parlamentarische Verfahren nachgestellt und die Rolle der Abgeordneten aus verschiedenen fiktiven Fraktionen eingenommen.

Wie in der Realität kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Planspiels zunächst in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen zusammen, bevor sie bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal an das Pult traten und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Zur Debatte standen drei Gesetzesentwürfe und ein Antrag. Auch eine Diskussion mit „echten“ Vertretern der Bundestagsfraktionen stand auf dem Programm.

Mitglieder des Deutschen Bundestages konnten die Jugendlichen zuvor nominieren und der 17-jährige Abbendorfer wurde vom heimischen Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil ausgewählt. „Es ist schön, wenn sich junge Menschen für Politik interessieren und ihre Ideen einbringen wollen. Wir brauchen viel mehr junge und frische Gedanken in der Politik, die auch die jüngeren Generationen repräsentieren. Das Planspiel ‚Jugend und Parlament’ ist daher eine gute Möglichkeit, sich mit den parlamentarischen Verfahren auseinanderzusetzen und für seine Vorschläge zu streiten“, so Klingbeil, der für den Wahlkreis Rotenburg I – Heidekreis im Bundestag sitzt.

Für Carl Schmaucks war das Planspiel eine spannende und lehrreiche Erfahrung: „Als Mitglied im fiktiven Verteidigungsausschuss haben wir uns mit fiktiven Auslandseinsätzen der Bundeswehr beschäftigt. Besonders interessant war dabei zu erfahren, welche Vorschläge unserer Fraktion am Ende umgesetzt wurden“, so der 17-Jährige. Ob der Schüler der Eichenschule Scheeßel später einmal in der Politik arbeiten werde, wisse er noch nicht. „Nach dem Abitur möchte ich erstmal Jura studieren“, so der Plan des Abbendorfers.

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