„Gemeinsame Lösungen beim Klimaschutz finden“

Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler aus dem Heidekreis und dem Landkreis Rotenburg/Wümme sind dem Aufruf des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil gefolgt und haben im Rahmen eines Demokratie-Projektes an ihren Schulen Ideen zu einem besseren Klima- und Umweltschutz erarbeitet. „Kluge Köpfe für Klingbeil“ lautet der Name des Mitmach-Projektes, an dem Gruppen von sieben Schulen teilnahmen. In der Mensa der Oberschule Soltau fand nun die Abschlusspräsentation der Gruppenarbeiten statt.

„Weltweit gingen in den vergangenen Monaten Jugendliche für den Schutz unserer Umwelt und des Klimas auf die Straßen. Und wenn wir in den vergangenen Jahren noch kritisiert haben, dass sich unsere Jugend nicht für Politik interessiert, dann überzeugen sie uns gerade vom genauen Gegenteil. Das ist gut für unsere Demokratie“, unterstreicht Klingbeil als Initiator des Projektes.

„Ich wollte die engagierten Jugendlichen aber nicht nur loben, sondern ihre Vorschläge zu einem besseren Klima- und Umweltschutz aufnehmen und in meine Politik einfließen lassen.“ Das sei für ihn die Intention hinter den „Klugen Köpfen für Klingbeil“ gewesen.

Präsentationen mit PowerPoint, Videos und Theaterstücken

„Als ich alle Schülerinnen und Schüler meines Wahlkreises im vergangenen Jahr dazu aufgerufen habe, konkrete Ideen in Gruppen zu erarbeiten und dann vorzustellen, war ich gespannt auf die Ergebnisse. Nach den Abschlusspräsentationen muss ich sagen: Ich bin beeindruckt! Bei den Vorstellungen mit PowerPoint, Videos und sogar kleinen Theaterstücken wurde deutlich, wie wichtig es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist, darüber zu reden, was jeder von uns im Alltag für mehr Umwelt- und Klimaschutz tun kann, wie wir die Ideen in die Wirklichkeit umsetzen und wie wir mehr Menschen dafür motivieren.“

Herausgekommen sind Vorschläge wie die der BBS Walsrode zur Mülltrennung und -vermeidung: Die Schülerinnen und Schüler wollen darüber aufklären, wie viel Abfall anfällt, in dem sie den Müll einer Woche sammeln. Zudem sollen Infoplakate helfen, den Müll richtig zu trennen.

Oder die Forderungen der Gruppe vom Gymnasium Munster, die sich einen Ausbau der Infrastruktur im Bereich Wasserstoff für eine klimafreundlichere Mobilität wünschen.

An der Waldorfschule Benefeld wollen die Jugendlichen auf das Thema Nachhaltigkeit setzen und beispielsweise Papier einsparen.

Zwei Schüler von der Waldorfschule Benefeld und vom Gymnasium Walsrode sowie die Fintauschule Lauenbrück und die OBS Visselhövede beschäftigten sich mit Landwirtschaft, Ernährung und unserem alltäglichen Verhalten: Wie man für mehr Tierwohl sorgen, den Fleischkonsum reduzieren und mehr auf heimische Produkte setzen könne, stand dabei im Fokus.

Und die OBS Soltau, in deren Mensa die Abschlussveranstaltung stattfand, sprach sich für Klimalotsen an Schulen aus, die über Klima- und Umweltschutz informieren.

Klingbeil nimmt Forderungen auf

„Natürlich gab es auch Forderungen an die Politik, die ich wie die anderen Vorschläge auch aus diesem Mitmach-Projekt mitnehmen werde“, so Klingbeil. Er will sich beispielsweise bei dem Niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne nach einem Termin erkundigen, zu dem auch die Jugendlichen aus einer der Projektgruppen kommen sollen oder das Thema Wasserstoff bei Firmen und Autoherstellen verstärkt ansprechen.

„Beim Klimaschutz müssen wir gemeinsame Lösungen finden und nicht einzelne Interessengruppen gegeneinander ausspielen“, machte der SPD-Politiker deutlich. So will Klingbeil beispielsweise auch ein gemeinsames Treffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Landvolk anregen.

Er bedankte sich für die rege Teilnahme und für das Engagement für mehr Klima- und Umweltschutz. Vielleicht werde er bald wieder auf die Suche nach „Klugen Köpfen für Klingbeil“ gehen – dann zu einem anderen Thema.

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