Klingbeil bei Wipak: Klimaschutz und Beschäftigung sichern

Der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat sich kürzlich mit dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung des Verpackungsherstellers Wipak zu einem Austausch in Bomlitz getroffen. Dabei ging es darum, Arbeitsplätzen in der Kunststoffindustrie vor Ort zu sichern. An dem Gespräch nahmen auch die SPD-Politiker Nico Aigner und Raphael Bigus teil.

Klingbeil werde in der Region immer wieder auf die gefährdeten Arbeitsplätze im Industriegebiet Walsrode hingewiesen. In jüngster Zeit kämen Bedenken hinzu, es könnten weitere Stellen aufgrund von Klimaschutz-Auflagen wegfallen. Dies sei ein Thema, das bei seinen öffentlichen Dialogveranstaltungen und auch in persönlichen Gesprächen immer wieder eine Rolle spiele. „Die Sorgen der Menschen in der Region vor dem Verlust von Arbeitsplätzen im Industriegebiet Walsrode nehme ich daher sehr ernst. Für mich ist das Ziel klar: wir wollen die Arbeitsplätze vor Ort erhalten“, unterstreicht der 42-Jährige.

Mit Andreas Wagenholz und Thorsten Buse vom Betriebsrat sowie Tom Wetzel und Alexander Hauberg von der Geschäftsleitung ging es deshalb darum, die Herausforderungen für flexible Lebensmittelverpackungen zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass Wipak eine Vorreiterrolle bei der Umstellung auf nachhaltige Verpackungslösungen eingenommen hat. Im Rahmen der 2019 herausgegebenen Geschäftsstrategie „CO2-Neutralität bis 2025“ werde die Wipak Gruppe bis 2025 vollständig CO2-neutral arbeiten. Hierbei gehe es einerseits darum, dem Bedürfnis der Gesellschaft nach einem nachhaltigeren Lebensstil nachzukommen und gleichzeitig den Anforderungen an Lebensmittelsicherheit nachzukommen. Innovative Werkstoff- und Produktlösungen, in Verbindung mit geschlossenen Recycling-Kreisläufen, würden zukünftig entscheidend sein. Die Runde war sich einig, dass sowohl die Industrie und als auch die Politik gefordert sind. Der Bundestagsabgeordnete kündigte an, mit Fachpolitikerinnen und Fachpolitikern seiner Fraktion über gesetzliche Regelungen beziehungsweise Überlegungen zu Recycling im Kunststoffbereich zu sprechen.

Klimawandel sozial verträglich gestalten

Klingbeil will sich für den Industriepark Walsrode als attraktiven Wirtschaftsstandort einsetzen: „Es geht schließlich um die Arbeitsplätze von vielen Menschen in unserer Heimat“, so der SPD-Politiker. Für den 42-Jährigen dürfen Klimaschutz und Arbeitsplätze auch nicht gegeneinander ausgespielt werden: „Mir ist wichtig, dass wir Klimaschutz realitätsnah und sozial verträglich gestalten. Menschen im ländlichen Raum dürfen nicht zusätzlich belastet werden, indem Arbeitsplätze in unseren Industriegebieten wegfallen.“

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