Klingbeil diskutiert mit Gästen in Sottrum

Bei seiner öffentlichen Dialogveranstaltung „Klingbeil im Gespräch“ konnte der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil am Donnerstagabend etwa 80 Gäste in „Röhrs Gasthof“ in Sottrum begrüßen. Die Besucherinnen und Besucher stellten dem SPD-Politiker Fragen zu vielen unterschiedlichen Themen – von der Stromtrasse Stade-Landesbergen über die Suche nach einem Atommüll-Endlager bis zu Landwirtschaftspolitik und Klimaschutz – und der 42-Jährige stand dann auch Rede und Antwort.

Landwirtschaft vor Ort stärken
Ein Thema, das die Besucherinnen und Besucher in Sottrum ansprachen, war der Wandel in der Landwirtschaft. Die Sorgen und Ängste der Landwirte, die sich in den vergangenen Wochen in Protesten und Demonstrationen gezeigt hätten, nehme er sehr ernst, machte Klingbeil deutlich. Er wolle die Landwirte bei dem Wandel unterstützen und die heimische Landwirtschaft stärken, so der SPD-Politiker in Sottrum. Dazu sei der Abgeordnete auch regelmäßig mit Landwirten aus der Region in Kontakt.

Mit Blick auf Klimaschutz und Landwirtschaft berichtete er von einem von ihm initiierten Treffen in Rotenburg mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und 30 Vertreterinnen und Vertretern aus der Kommunalpolitik, aus Verbänden, Initiativen und der Verwaltung im Landkreis Rotenburg und dem Heidekreis und unterstrich: „Bei den Herausforderungen in der Landwirtschaft kommen wir nur gemeinsam zu Lösungen und nicht, indem wir Interessengruppen gegeneinander ausspielen“. Im Rahmen der Diskussion zu den Nitrat-Werten und der Düngemittelverordnung machte Klingbeil deutlich, dass er eine Ausweisung der roten Gebiete für falsch erachtet und sprach sich für eine genauere Differenzierung nach einzelnen Flächen in den Nitrat-Gebieten aus. Er unterstütze einen entsprechenden Vorstoß aus Niedersachsen.

Atommüll-Endlager ist Thema
Auch die Suche nach einem Atommüll-Endlager kam zur Sprache: Laut Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“ gehört Taaken zu einem von 129 Standorten in Deutschland, die in einem Auswahlverfahren zur Suche für eine Atom-Endlagerungsstätte geprüft werden. Der Bundestagsabgeordnete machte deutlich, dass es sich momentan lediglich um eine geografische Prüfung handelt, aber er die Sorgen und Ängste der Anwohnerinnen und Anwohner sehr gut nachvollziehen könne. Das Auswahlverfahren inklusive Bürgerbeteiligung laufe derzeit noch, bis zum Jahr 2031 soll ein Standort gefunden werden. „Was klar ist: wir benötigen größtmögliche Transparenz im Prozess der Suche nach einer Atom-Endlagerungsstätte. Ich halte diesen Standort politisch aber für völlig ungeeignet.“, so der 42-Jährige. Klingbeil bat an, die Bürgerinitiative im Sommer zu besuchen und das gemeinsame Gespräch zu suchen.

Debatte um Stromtrasse Stade-Landesbergen
Das Projekt Stromtrasse Stade-Landesbergen beschäftigte Klingbeils Gäste ebenso, denn es steht zur Debatte, ob die Trasse ober- oder unterirdisch verlegt werden soll. Ein offizielles Statement des Betreibers TenneT stehe noch aus.

Solche öffentlichen Veranstaltungen, bei denen Klingbeil im persönlichen Austausch über sämtliche Fragen, Kritik und Anregungen der Menschen aus seinem Wahlkreis spricht, organisiert der SPD-Politiker schon seit Jahren. „Für meine Arbeit als Bundestagsabgeordneter sind diese persönlichen Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern aus der Region besonders wertvoll – schließlich bekomme ich so mit, was den Menschen vor Ort wichtig ist“, unterstreicht Klingbeil.

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