Klingbeil: „Einzelhandel muss gestärkt werden“

Besuch in C.J. Müller’s Buchhandlung: vor der Corona-Krise war der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil in dem traditionsreichen Buchladen in der Rotenburger Goethestraße, um mit Inhaberin Dr. Cornelia Mansfeld über Wege zu sprechen, wie die Vielfalt der Geschäfte in den Ortschaften erhalten bleiben könne. Dabei machte der SPD-Politiker deutlich, dass der lokale Einzelhandel gestärkt werden müsse.

Wie viele andere hat nämlich auch Frau Dr. Mansfeld die Befürchtung, dass immer mehr Kundinnen und Kunden in Zukunft wegbleiben werden, wenn diese ihre Bücher über die große Online-Versandhändler bestellen. Die Inhaberin der 1875 von Carl Julius Müller in Rotenburg gegründeten Buchhandlung ist deshalb Mitglied im Verein Buy Local (deutsch: lokal kaufen). Darin haben sich engagierte Buchhändlerinnen und -händler zu einem bundesweiten Netz zusammengeschlossen, um sich für den Erhalt ihrer Geschäfte in den Innenstädten einzusetzen. Auch Frau Dr. Mansfeld, die den Buchladen in Rotenburg seit zwölf Jahren betreibt, weist immer wieder auf die Vorzüge des Kaufs vor Ort hin. Eine gute Sache, findet Lars Klingbeil: „Vereine, die sich für das Kaufen vor Ort einsetzen, stärken unsere Region“, unterstreicht der 42-Jährige und ergänzt: „Der Einzelhandel muss gestärkt werden.“

Online bestellen und in den Laden liefern lassen
Der SPD-Politiker betonte aber auch, dass Buchhandlungen die Digitalisierung und Onlinebestellungen für sich nutzen können. So haben die Rotenburgerinnen und Rotenburger die Möglichkeit, ihre Wunschbücher über die Internetseite von Frau Dr. Manfelds Buchhandlung zu bestellen und in den Laden liefern zu lassen. In der aktuellen Corona-Krise können Bücher über die Internetseite, per Telefon oder per E-Mail bestellt werden (www.muellers-buch.de, 04261-2822 oder buchhandlung.mueller@nullt-online.de). Die Buchhandlung liefert dann selbst aus oder schickt die Bücher per Post. So gehen die Einnahmen an das Geschäft vor Ort, die Steuern bleiben in der Kommune und können dort für kulturelle und soziale Zwecke genutzt werden. Gedruckte Bücher würden auch nach wie vor den größten Umsatz machen, berichtete die Inhaberin dem Abgeordneten bei seinem Besuch vor einigen Wochen.

Buchpreisbindung stärkt Buchhandlungen
Auch der vom Deutschen Bundestag beschlossene Erhalt der Buchpreisbindung war ein Thema, über das Klingbeil mit Frau Dr. Mansfeld sprach. Das Buchpreisbindungsgesetz verpflichtet Verlage, für Neuerscheinungen verbindliche Ladenpreise festzuschreiben. Diese gelten für Buchhandlungen und Buchkaufhäuser ebenso wie für Buchkäufe über das Internet. Ohne die Buchpreisbindung könnten sich große Handelsunternehmen unterbieten, während kleine Buchhandlungen beim Preiskampf nicht mithalten könnten. „Die Buchpreisbindung stärke daher die Buchhandlungen“, waren sich Klingbeil und Dr. Mansfeld einig.

Bücher vermitteln demokratische Werte
Beide unterstrichen auch die Bedeutung des Lesens als Bildungsfaktor. Durch das Lesen von Büchern eignen sich Kinder Wissen an und es würden demokratische Werte und unser demokratisches Wertesystem vermittelt. Lars Klingbeil verwies in diesem Zusammenhang auf das erfolgreiche Projekt der Lesementoren aus dem Heidekreis, die regelmäßig in Kitas und Grundschulen vorlesen. Lesen müsse mehr gefördert werden, waren sich Klingbeil und Dr. Mansfeld abschließend einig.

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