Klingbeil: „Mehr Tierschutz durch Tierwohlabgabe “

Im Zuge der großen Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie, der erneuten Offenlegung der Missstände in der Branche und den Diskussionen um zu billigen tierischen Produkten bringt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine Tierwohlabgabe ins Spiel. Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hält den Vorschlag für richtig.

Der Abgeordnete begrüße, dass es nun Bewegung in der Diskussion um eine Abgabe auf tierische Produkte gebe. Er spreche immer wieder mit Landwirtinnen und Landwirten aus der Region, wobei jedes Mal deutlich werde, dass die Landwirtschaft vor einem großen Wandel steht. „Wir wollen die Landwirtschaft bei diesem Wandel unterstützen“, unterstreicht der SPD-Politiker. „Mit einer Tierwohlabgabe helfen wir den Landwirten bei dem Umbau der Tierhaltung hin zu mehr Tierschutz. Damit stärken wir auch die Landwirtschaft vor Ort“, so Klingbeil. Es brauche klare Kriterien für den Stall der Zukunft, die Tierwohl und Klimaschutz berücksichtigen und den Landwirten Planungssicherheit geben. Klingbeil will dafür auch die Anliegen der heimischen Landwirte in die Diskussionen einbringen.

Heimische Landwirtschaft weiter stärken
Innerhalb der Gesellschaft wachse zudem das Bedürfnis nach Transparenz und vertrauenswürdigen regionalen Produkten genauso wie die Bereitschaft für Aufschläge auf Wurst, Fleisch, Milch oder Frischmilchprodukte. Auch dies erfahre Klingbeil in zahlreichen Gesprächen vor Ort und er findet: „Was gut und gesund ist darf meiner Meinung nach auch mehr kosten. Dabei geht es nicht darum, dass Fleisch zum Luxusobjekt wird, sondern es geht um faire Preise. Die Kosten für mehr Umwelt- und Tierschutz müssen nämlich von der gesamten Gesellschaft getragen werden.“

Mit einem Tierwohlabgabe würden auch diejenigen gestärkt werden, die vor Ort sorgfältig Tiere züchten und sie würden vor der Billig-Konkurrenz geschützt, ist sich der 42-Jährige sicher.  Sein nächster Austausch mit Landwirtinnen und Landwirten aus der Region sei bereits in Planung. Dabei will Klingbeil wieder die Anliegen von vor Ort aufnehmen und in die Diskussionen in Berlin einbringen. Das Ziel sei aber klar für ihn: „Wir wollen die heimische Landwirtschaft weiter stärken“, so der SPD-Politiker.

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