Klingbeil zur Ortsumgehung Scheeßel: „Müssen weiter dranbleiben“

In Scheeßel wird seit Jahren über eine mögliche Ortsumgehung diskutiert. Um sich weiterhin mit voller Kraft für eine schnelle Umsetzung des Projektes einzusetzen, hat sich der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil vor Ort mit verschiedenen Interessensgruppen getroffen. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, Vertreterinnen und Vertretern des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Claudia Kröger und Marc Ostrowski vom SPD-Ortsverein und Anwohnerinnen und Anwohnern beriet der SPD-Politiker über das weitere Vorgehen.

Bei dem Projekt, das sich im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans wiederfindet, geht es darum, die Verkehrs- und Geräuschbelastung in Scheeßel deutlich zu reduzieren. Anwohner und Gewerbetreibende leiden seit Jahren unter dem hohen Verkehrsaufkommen im Scheeßeler Ortskern. „Wir haben uns lange dafür eingesetzt, dass die Ortsumgehung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans kommt. Mir war es deshalb wichtig, vor Ort nachzufragen, ob der Standpunkt zur Ortsumgehung bei allen unverändert ist“, erklärte Klingbeil. Die Anwohnerin Christa Hillebrandt und Karsten Lüdemann vom Gewerbeverein erklärten, dass man weiterhin die Position vertrete, dass der Bau der Ortsumgehung ein notwendiger Schritt sei.

Unveränderte Position

Die Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele verwies auf klare Beschlüsse des Gemeinderates für den Bau der Ortsumgehung. Man müsse jedoch erwähnen, dass viele Menschen den Glauben an die Umsetzung der Ortsumgehung verloren hätten, da man vor Ort keine konkreten Schritte sehen könne, merkte Dittmer-Scheele an. Klingbeil berichtete den Beteiligten von seinem wiederholten Schriftverkehr mit dem zuständigen Niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Althusmann. Althusmanns Aussagen nach könne das Projekt aktuell nicht umgesetzt werden, da nicht ausreichend Personal und finanzielle Mittel zur Verfügung stünden. Brückensanierungen und der Ausbau von Autobahnen seien Projekte, die höher priorisiert werden müssten, so der Minister. Anfang 2021 wolle das niedersächsische Verkehrsministerium überprüfen, ob Ressourcen für den Bau der Ortsumgehung zur Verfügung stehen. Klingbeil findet: „Wir brauchen jetzt eine schnelle Entscheidung von Herrn Althusmann.“

Klingbeil: „Überparteilich zusammenarbeiten“

Klingbeil äußerte zwar Verständnis für die Priorisierung der Projekte, wies jedoch auf die Möglichkeit hin, mehr Personal in den zuständigen Planungsbehörden einstellen zu können. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir weiter dranbleiben müssen. Die Umsetzung der Ortsumgehung ist ein Projekt, bei dem wir überparteilich zusammenarbeiten müssen.“ Klingbeil schlug deshalb vor, einen gemeinsamen Termin mit Althusmann zu vereinbaren und ihm die Dringlichkeit des Baus weiter zu verdeutlichen. Weitere Absprachen mit der Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele und den Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth und Eike Holsten sollen in naher Zukunft erfolgen.

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