Klingbeil und Wölken bei Wahlers Forsttechnik

Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und der Europaabgeordnete Tiemo Wölken haben gemeinsam die Wahlers Forsttechnik GmbH & Co. KG in Stemmen besucht. Mit Vertreterinnen und Vertretern des Unternehmens und der Lokalpolitik sprachen die beiden SPD-Politiker über die aktuelle Situation für die Forstwirtschaft und ein drängendes Problem: den Zustand des Waldes.

Sowohl Michael Rathjen und Gerit Koch von Wahlers Forsttechnik als auch Frank Sulzer von der FoWi Holzeinschlag und Holzhandel aus Wiegersen erläuterten anschaulich, welche starken Schäden der Wald in Deutschland erlitten hat: So hätten etwa der Borkenkäferbefall oder die vergangenen Dürrejahre dem Wald immens zugesetzt. Massive Investitionen in die Aufforstung seien daher nun notwendig. Da aber der Holzpreis deutlich gefallen sei, hätten viele Waldbesitzerinnen und -besitzer nicht genügend Mittel für die Investitionen. Die Förderprogramme des Bundes seien daher richtig, war sich die Runde einig, an der auch Tobias Koch und Cathrin Intelmann aus der Finteler SPD-Samtgemeindefraktion und der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Rotenburg, Klaus Manal, teilnahmen. Die Zeiträume für die Förderanträge dürften allerdings nicht zu eng sein.

Klimawandel: auch vor Ort sichtbar

„Auch bei uns vor Ort wird ganz deutlich: Der Klimawandel trifft auch unsere Region. Durch die vergangenen beiden Dürrejahre hat es bereits große Schäden gegeben und diese Situation trifft auch Unternehmen aus der Forstwirtschaft“, betonte Lars Klingbeil. Man sehe, dass die Bedrohung des Waldes ein drängendes Problem sei, um das sich die Politik noch stärker kümmern müsse, merkte der Bundestagsabgeordnete im Beisein des Europaabgeordneten Tiemo Wölken aus Osnabrück an. „Aktuell beraten wir im Europäischen Parlament den European Green Deal, der Umweltschutz und Wirtschaft Hand in Hand nach vorn bringen soll. Der Einblick in die Forstwirtschaft zeigt mir wieder einmal, wie wichtig es ist, diese Themen zusammenzudenken“, ergänzte Wölken.

Niedersächsischer Weg für Artenschutz

Ein Gesprächsthema war deshalb auch der gemeinsame Plan von Landwirtinnen und Landwirten, Naturschützerinnen und Naturschützern und der niedersächsischen Landesregierung für den Natur- und Artenschutz, der unter dem Namen „Niedersächsischer Weg“ bekannt ist. 120 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen für Artenschutzmaßnahmen zugesagt. Frank Sulzer halte das Konzept, dass sich betroffene Akteurinnen und Akteure zusammensetzen und gemeinsame Lösungen suchen, generell für richtig. Das sieht auch Lars Klingbeil so: „Das Vorgehen der Politik, sich mit Betroffenen an einen Tisch zu setzen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln ist richtig.“. Laut Frank Sulzer habe Niedersachsen jedoch schon mit der aktuellen Gesetzgebung und im Landeswald mit dem Programm LÖWE+ einen ausreichenden Rahmen für eine Bewirtschaftung bei gleichzeitigem Artenschutz geschaffen und bedürfe keiner weiteren Regelungen. Eine Änderung entsprechend des Niedersächsischen Weges bedeute Sulzers Meinung nach einen Verlust an Fachbetrieben und den verstärkten Einsatz von unqualifizierten Saisonarbeitskräften in einem der gefährlichsten Berufe weltweit.

 

Veranstaltung zum Thema Wald

Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil kündigte zum Abschluss des Gespräches eine weitere Gesprächsrunde zum Thema Wald während seiner „Tour der Ideen“ für Ende September an. Dazu will er auch seine Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer von der Runde bei Wahlers Forsttechnik einladen und dort auch die Themen Niedersächsischer Weg und Schutz des Waldes behandeln. Und auch sonst sei der 42-Jährige bei Fragen, Hinweisen oder Anliegen jederzeit ansprechbar.

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