Corona: Klingbeil dankt Klinik Fallingbostel

Der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat während seiner „Tour der Ideen“ Halt bei der Klinik Fallingbostel gemacht, um über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rehakliniken zu sprechen. Der SPD-Politiker wollte dabei in erster Linie erfahren, wie die bisher beschlossenen Hilfsmaßnahmen wirken und was die Politik noch für die Reha tun kann.

An dem Gespräch nahmen unter anderem der Sprecher des Verbandes Norddeutscher Rehakliniken, Dr. Norbert Hemken, der Geschäftsführer der Klinik Fallingbostel, Wilfried Bissel, der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Bad Fallingbostel und Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Rolf Schneider sowie die Kreistagsabgeordnete und SPD-Ratsfrau Karin Fedderke teil. Während der Corona-Pandemie hätten die Rehakliniken den Auftrag, als Ersatzkrankenhäuser zu fungieren, schnell umgesetzt: So wurden ab dem 18. März alle Rehamaßnahmen abgebrochen, um Kapazitäten zu schaffen. Diese wurden allerdings nicht benötigt und um die fehlenden Einnahmen abzufedern, habe der staatliche Rettungsschirm sehr geholfen, war sich die Runde einig.

Staatliche Hilfen für die Reha

Auch jetzt werde eine Auslastung der Häuser von maximale 75 Prozent erwartet. Vor dem Hintergrund, dass die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums zur Funktion der Rehakliniken als Ersatzkrankenhäuser zum 30.09.2020 ausläuft, baten Klingbeils Gesprächspartnerinnen und -partner den Bundestagsabgeordneten deshalb darum, bei Gesundheitsminister Jens Spahn darauf zu drängen, diese Maßnahme um ein halbes Jahr bis zum 31.03.2021 zu verlängern. Nur dann könne man Krankenhausleistungen abgerechnet bekommen. Klingbeil kündigte an, beim Minister nachzuhaken. Ein anderes Thema war der Zuschlag von 8 Euro pro Tag, der den Rehakliniken seit dem 01.08.2020 gewährt wird. Den Rehakliniken stelle sich die Frage, warum dieser nicht rückwirkend ab den 18. März gelte. Auch hier will sich Klingbeil hinter klemmen und auf die Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker seiner Fraktion zugehen.

Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz

Die Runde sprach ebenso über das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz, das der Deutsche Bundestag Anfang Juli verabschiedet hat. Das Gesetz sieht vor, dass Vertragsärzte die geriatrische Rehabilitation, also die spezielle Behandlung älterer Menschen, jetzt ohne eine Überprüfung von Krankenkassen ermöglichen können. Ein richtiger Schritt, waren sich alle in Bad Fallingbostel einig – schließlich vereinfache und beschleunige dies die Verfahren. „Ich bin froh, dass wir die Rehakliniken in Deutschland mit dem im Juli beschlossenen Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz stärken“, so Lars Klingbeil. Man hoffe, dass diese Regelung zukünftig nicht nur in der geriatrischen Rehabilitation, sondern auch in den anderen Bereichen der Reha angewandt wird, ließ die Runde den Abgeordneten wissen.

Corona: nicht nur Lungenprobleme

Am Ende des Gespräches wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass Corona medizinisch nicht immer nur als Lungenproblematik angesehen werden sollte. Im Nachgang der Erkrankung würden bei einigen Patientinnen und Patienten auch Symptome von Herzschwäche bis hin zu Herzmuskelentzündungen mit weitreichenden Folgen festgestellt.

Mit Blick auf die umfassende Unterstützung der Rehakliniken in der Corona-Pandemie ist es Lars Klingbeil wichtig, auch „Danke“ zu sagen: „Wie die Rehakliniken in den vergangenen Wochen und Monaten einen Beitrag bei der Corona-Krise geleistet und Betten angeboten haben, ist einfach nur toll. Ein großes Dankeschön dafür“, so der Abgeordnete.

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