Klingbeil zur Sanierung des Dethlinger Teichs: GEKA kann Arbeiten fortsetzen

Die bundeseigene Gesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungs-Altlasten (GEKA) kann nach Abschluss der Erkundungsbohrungen nun ihre Arbeiten am Dethlinger Teich fortsetzen. Das berichtet der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil.

Lars Klingbeil am 01.09.20 in Berlin im Deutschen Bundestag. / Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net) Bild: Tobias Koch

Klingbeil hatte auf Bundesebene immer wieder auf die Situation am Dethlinger Teich hingewiesen, Druck gemacht, dass der Bund seiner Verantwortung nachkommt sowie finanziell bei der Sanierung hilft und sich für einen Einsatz der bundeseigenen Gesellschaft auch bei der Sanierung der Altlasten am Dethlinger Teich eingesetzt. „Mir war es wichtig, dass sich der Bund bereiterklärt, finanziell und organisatorisch zu helfen und den Landkreis sowie das Land Niedersachsen mit der schwierigen und umfangreichen Sanierung am Dethlinger Teich nicht alleine lässt. Daher ist es gut, dass es jetzt weitergeht und der Bund eine weitreichende Lösung zur Weiterbeschäftigung der GEKA bespricht“, so der Bundestagsabgeordnete.

Klingbeil hatte Anfang November kurzfristig eine Videokonferenz mit den Beteiligten von Stadt, Landkreis, Bund und GEKA organisiert. Der Grund: Die Verhandlungen stockten im CDU-geführten Bundesverteidigungsministerium. „Ich wollte eine schnelle Klärung, da wir als Region nicht mehr länger warten können“, so der heimische Bundestagsabgeordnete.

An der Videokonferenz nahm neben Munsters Bürgermeisterin Christina Fleckenstein und dem Landrat des Heidekreises, Manfred Ostermann, auch Klingbeils Kollege aus der SPD-Bundestagsfraktion Metin Hakverdi teil, der sowohl im Finanz- als auch im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ist. Darüber hinaus waren auch noch Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums, des Bundesumweltministeriums und der GEKA zugeschaltet.

Klingbeil hatte dabei auf eine schnelle Lösung gedrängt und war dazu auch immer wieder im schriftlichen Austausch mit den zuständigen Bundesministerien. Nun könnten laut Landrat Manfred Ostermann die Planungen des Landkreises mit der GEKA fortgesetzt werden. Die GEKA erarbeite einen Entwurf einer Vereinbarung mit dem Heidekreis, so der Landrat. Er gehe davon aus, dass die Arbeiten am Dethlinger Teich in 2021 mit der GEKA wie geplant fortgesetzt werden können.

„Ich bin Bundesfinanzminister Olaf Scholz dankbar, dass er im Bundeshaushalt mehr Mittel für die Beseitigung und Sanierung von Rüstungsaltlasten vorgesehen hat“, macht Klingbeil deutlich. SPD-Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte bereits im Entwurf für den Bundeshaushalt im kommenden Jahr knapp 8 Millionen Euro mehr für die Beseitigung und Sanierung von Rüstungsaltlasten vorgesehen – einen erheblichen Teil davon für die Sanierung des Dethlinger Teichs.

Über Jahre wurden im Dethlinger Teich in Munster Munition und Sprengstoff entsorgt. Nach einer Probebohrung wurde das Ausmaß ersichtlich. Für Lars Klingbeil war klar, dass bei der Menge an Kampfmitteln eine Sanierung unumgänglich ist, damit davon keine Gefahr mehr für die Bürgerinnen und Bürger ausgeht. Laut dem Bundestagsabgeordneten habe auch der massive Druck aus der Region dazu beigetragen, dass der Bund mehr für die Beseitigung und Sanierung von Rüstungsaltlasten zur Verfügung stellt.