„Klingbeil im Gespräch“ digital mit 50 Bürgerinnen und Bürgern

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Rotenburg wollten kürzlich mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil bei dessen Online-Dialogveranstaltung „Klingbeil im Gespräch“ digital sprechen. Der SPD-Politiker hat in den vergangenen Wochen und Monaten bereits mehrfach zu solch einem Gesprächsformat eingeladen und auch dieses Mal stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Abgeordneten wieder viele Fragen.

Die Corona-Krise war natürlich das bestimmende Thema. Klingbeil wies gleich zu Beginn der Online-Gesprächsrunde darauf hin, dass sich derzeit viele Menschen bei ihm melden und er sehr dankbar dafür sei. Nur so könne er wissen, wo genau die Sorgen und Probleme liegen und wo Politik etwas verändern und besser machen muss. Er ermutigte deshalb alle, sich an ihn zu wenden.

So war etwa die besonders schwierige Lage der Gastronomie in der Pandemie ein Thema. Klingbeil machte deutlich, dass er sich bereits mehrmals an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt und eine schnellere Auszahlung der wirtschaftliche Hilfen gefordert habe. „Das dauert viel zu lange“, weiß der Abgeordnete.

Einsamkeit in Alten und Pflegeheimen: „Ganz schwierige Situation“

Selbstkritisch müsse die Politik auch beim Vorgehen in den Alten- und Pflegeheimen sein: „Eine jungen Frau hat mir mal in einem Brief geschildert, dass ihr Vater in einer Pflegeeinrichtung ist und eigentlich nur noch den Wunsch hat, sein Enkelkind zu sehen, aber dies gerade nicht geht. Das war eine ganz schwierige Situation, weil ich natürlich wusste: wir als Politik verhindern das gerade“, berichtete Klingbeil von dem Brief, der ihn sehr bewegte. Er sein froh, dass es jetzt endlich wieder Besuchsmöglichkeiten gebe. Hier gab es allerdings Versäumnisse in der Politik und das Thema Einsamkeit in den Alten- und Pflegeheimen sei natürlich nach wie vor ein ganz schwieriges, so der Bundestagsabgeordnete.

Klingbeil schickt Teilnehmenden weitere Infos

Daneben sprach die Runde über die großen Belastungen für Familien sowie die Situation der Sportvereine oder Jugendbildungsstätten. Es gab auch Lob für die Politik, allerdings sei die künftige finanzielle Lage in vielen Bereichen noch ungewiss. Klingbeil kündigte an, auf seine Landtagskolleginnen und -kollegen zuzugehen und Infos zu Fördermöglichkeiten an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seiner Gesprächsrunde zu schicken.

Suche nach Atommüllendlager ein weiteres Thema

Auch die Suche nach einem Atommüllendlager und die Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises Rotenburg hierüber waren Themen bei „Klingbeil im Gespräch“ digital. Klingbeil erklärte, dass man bei der bundesweiten Suche nach einem Endlager für Atommüll erst ganz am Anfang stehe und bei einer ersten Eingrenzung nur geologische Kriterien herangezogen wurden. „Ich bin mir sicher: wenn bei einer zweiten Betrachtung auch Kriterien wie die Bevölkerungsdichte und die Erdbebengefahr eine Rolle spielen, scheiden Standorte bei uns aus“, so Klingbeil. Er plane derzeit eine öffentliche Informationsveranstaltung mit der Bundesgesellschaft für Endlagerung, gab der Abgeordnete bekannt.

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