Hassendorf: Klingbeil unterstützt gemeinsamen Beschluss zur Stromtrasse

Der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil unterstützt einen gemeinsamen Beschluss des Gemeinderats Hassendorfs und der Bürgerinitiative „Hassendorf unter Strom“ zur Stromtrasse Stade-Landesbergen. Der Beschluss sieht eine Erdkabelverkabelung und einen Trassenverlauf um Hassendorf herum vor.

Lars Klingbeil am 01.09.20 in Berlin im Deutschen Bundestag. / Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net) Bild: Tobias Koch

Der gemeinsame Vorschlag der Hassendorferinnen und Hassendorfer zum Trassenverlauf führt vom Sottrumer Umspannwerk nördlich am Hassendorfer Friedhof vorbei. In einem engen Radius würde der Trassenabschnitt dann um Hassendorf herum verlaufen und nach einer Kreuzung der Bahnlinie auf die Wümmeniederung stoßen. Hierzu wurden im Gemeinderatsbeschluss drei Varianten ausgearbeitet, wie der Verlauf im Detail aussehen könnte.

„Ich begrüße ausdrücklich, dass es eine gemeinsame Linie vor Ort in Hassendorf gibt“, so Lars Klingbeil und ergänzt: „Mit dem erarbeiteten Vorschlag werden alle Interessen der Hassendorferinnen und Hassendorfer berücksichtigt. Ich fordere den Vorhabenträger TenneT daher eindringlich dazu auf, sich mit dem Vorschlag der Erdverkabelung und den entsprechenden Trassenverläufen auseinanderzusetzen. Der gemeinsame Beschluss liegt TenneT vor“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete.

„Interessen der Hassendorferinnen und Hassendorfer berücksichtigen“

Nach Meinung des heimischen Abgeordneten ist bei solch großen Infrastrukturprojekten die Akzeptanz der Bevölkerung unerlässlich. Das hatte Klingbeil auch bei seinem letzten Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerinitiative, Bürgermeister Klaus Dreyer und Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderates betont. „Für eine Akzeptanz müssen die Interessen der Hassendorferinnen und Hassendorfer berücksichtigt werden“, unterstreicht Klingbeil.

Gegen die geplante Freileitungsvariante sprechen aus Sicht der meisten Bürgerinnen und Bürger Hassendorfs mehrere Argumente. Neben naturschutzrelevanten Bedenken durch den NABU, die mit einer möglichen Zerstörung des Landschaftsbildes einhergehen würden, wird eine erhebliche Einschränkung für viele Aktivitäten des gesellschaftlichen Lebens befürchtet. Bei der angedachten Erdkabelvariante von TenneT bestünde neben der Belastung durch die Bauarbeiten ein weiteres Problem in der dafür notwendigen Unterquerung und dem Abbauen eines Solarfeldes.

Die Stromtrasse Stade-Landesbergen ist ein Vorhaben aus dem Bundesbedarfsplangesetz. Sie besteht aus drei Teilabschnitten. Aktuell wird in dem Trassenabschnitt Sottrum-Verden, der auch die Gemeinde Hassendorf durchqueren soll, das Planfeststellungsverfahren vorbereitet.

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