Mein Weg in die Politik

Ich bin am 23. Februar 1978 in Soltau geboren und in Munster aufgewachsen. Mein Vater war hier Berufssoldat, meine Mutter arbeitete als Einzelhandelskauffrau. Seit dem Abschluss meines Studiums in Hannover im Jahr 2004 und mehreren Auslandsaufenthalten in den USA lebe ich wieder in meiner Heimatstadt Munster und bin hier fest verwurzelt.

- Foto Lars Klingbeil, MdB
Lars Klingbeil MdB Bild: Tobias Koch

Ich habe früh angefangen mich politisch zu engagieren. Als Schülersprecher am Gymnasium Munster habe ich mich mit vielen Altersgenossen für einen Diskobus eingesetzt. Damals habe ich gemerkt, dass man etwas bewegen kann, wenn man beharrlich bleibt und gute Argumente hat. Das war mein Start in die Politik.

2001 wurde ich Mitglied im Stadtrat in Munster. 2006 auch im Kreistag im Heidekreis. Mir ist diese kommunalpolitische Verankerung wichtig. Hier habe ich Politik von der Pike auf gelernt und weiß deshalb viel genauer, was in unseren Städten und Gemeinden wirklich wichtig ist.

Als Büroleiter des späteren nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers Garrelt Duin habe ich von 2005 bis 2009 weitere berufliche Erfahrungen gesammelt. Seit der Bundestagswahl 2009 vertrete ich meine Heimat als Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

Dank der Unterstützung des inzwischen verstorbenen Verteidigungsministers Peter Struck habe ich damals als junger Abgeordneter die Chance bekommen, mich im Verteidigungsausschuss zu bewähren. Bis heute kümmere ich mich dort um unsere Soldatinnen und Soldaten sowie die Modernisierung der Standorte.

Mein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt ist die Digitalisierung. Hier war ich als Sprecher der SPD unter anderem an den Koalitionsverhandlungen zur Großen Koalition beteiligt und kontrolliere im Parlament den Fortgang der Digitalen Agenda.

Seit 2013 bin ich auch Chef der SPD-Abgeordneten aus Niedersachsen und Bremen im Bundestag und führe so die zweitgrößte Landesgruppe in unserer Fraktion. Im engen Austausch mit der Landesregierung geht es hier darum, niedersächsische Interessen in Berlin durchzusetzen, zum Beispiel bei der Verteilung von Fördergeldern oder der Energiewende.

Im Jahr 2017 habe ich gemeinsam mit Andrea Nahles das Wahlprogramm der SPD im Bereich Arbeit, Rente und Digitalisierung erarbeitet.